Verschiedenheit sollte als Selbstverständlichkeit im Schulalltag akzeptiert werden
Immer mehr Kinder können etwa ihre motorischen Bewegungen nicht richtig koordinieren und einschätzen. Auswirkungen hat dies nicht nur auf den Umgang mit Stift und Schere, der für den Schulalltag sehr wichtig ist, sondern auch auf die Konzentration, die Merkfähigkeit und andere schulrelevante Fähigkeiten wie das Lesen lernen und die Aufgabenstellung richtig zu verstehen. Nicht nur für Fachleute der Heil- und Sonderpädagogik ist die Integration von Kindern mit erschwerten Bedingungen eine große Herausforderung. Das Gleiche gilt auch für Regelschullehrer.
Die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Sowohl für Befürworter als auch für Kritiker der neuen Regelung ergeben sich dadurch aktuelle Aufgabenstellungen. Es stellen sich diesbezüglich Fragen zu den Bedingungen gemeinsamen Lernens und den machbaren Verknüpfungen von Chancengleichheit und individueller Förderung. Überlegungen wie leistungsstarke Schüler von der Vielfalt und besseren Förderung der Leistungsschwächeren profitieren können kommen hinzu. Mit diesen Themen setzt sich die Psychomotorik schon seit über 60 Jahren grundsätzlich auseinander.
Kinder lernen von kleinauf das Anderssein ihrer förderbedürftigen Mitschüler zu tolerieren
Aus dem langjährigen Erfahrungsschatz der modernen Psychomotorik können wertvolle Erkenntnisse zur integrativen Eingliederung verhaltensauffälliger Schüler im Schulalltag gewonnen werden. „In unserer Psychomotorik werden Menschen nicht ausgesondert, sondern in heterogenen Gruppen betreut und gefördert“, erklärt Mag. Jolanta Majewska, Leiterin der heilpädagogischen Tagesstätte und des Psychologisch-Therapeutischen Dienstes der Lebenshilfe in Schwabach das Förderkonzept für entwicklungs- bzw. verhaltensauffälliger Kinder. In der Psychomotorikgruppe treffen Kinder, die wegen ihrer Entwicklungs- bzw. Verhaltensauffälligkeiten therapeutische Hilfe brauchen, mit Kindern zusammen, die kein auffälliges Verhalten aufzeigen. „Dabei liegt der Fokus auf dem natürlichen Umgang mit dem Anderssein und dem daraus resultierenden Entstehen von Toleranz, Rücksichtnahme und Akzeptanz. Psychomotorik ist ein inklusives Konzept und hat pädagogische Mittel und Methoden zur Integration entwickelt“, erläutert Prof. Dr. Claudia Kugelmann von der Technischen Universität München. „Deshalb sollten in jedem Kindergarten und an jeder Schule psychomotorische Förderangebote vorhanden sein, um bedürftige Kinder zu unterstützen“, unterstreicht Dr. Andrzej Majewski die Fördernotwendigkeit in Grund- und weiterführenden Schulen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kontakt:
Dr. Andrzej Majewski
Mag. Jolanta Majewska
Akademie für Motopädagogik und Psychomotorik
Frankenwaldstr. 13
91126 Rednitzhembach
Tel.: + 49 (0)9122 77852
Fax: +49 (0)9122 77863
Web: www.majewski-akademie.de
Akademieprofil:
Dr. Andrzej Majewski gründete 1992 eine Praxis für klinische Psychomotorik und
behandelte dort bis 2004 über 900 Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und deren
Familien. Hieraus entstand 2004 die Fortbildungsakademie für Psychomotorik und
Motopädagogik, die permanent von den Mitarbeitern der TU München evaluiert und
wissenschaftlich beraten wird. In den letzten sechs Jahren sind dort 120 Psychomotoriker
ausgebildet worden. Der Buchautor Dr. Andrzej Majewski arbeitet seit 1979 mit
entwicklungsauffälligen Kindern und Jugendlichen zusammen und entwickelte aus seinem langjährig erworbenen Wissensstand ein neuartiges Förderkonzept zur integrativen Pädagogisch-Therapeutischen Entwicklungsförderung. Mehr Informationen zum Akademiekonzept unter www.majewski-akademie.de











